26 Juni, 2009

Wenn Gott einfach Ehrlichkeit erwartet?

Dem Atheisten ist Gott literarische Erfindung, was der Theist übel nimmt. Ist beiden ihre Haltung existenziell wichtig, scheinen die Positionen unvereinbar. Kann Ehrlichkeit als Brücke dienen? Etwa so:
  • Ein allmächtiger Gott wird souverän sein, über Eifersucht erhaben, könnte Anbetung entbehren.
  • Die Theodizee zeigt, dass er nicht blind drauflos liebt, Gläubige nicht schont. Erwartet er etwas? Ehrlichkeit? Vielleicht missbilligt er, ihn hintergehen zu wollen.
  • Als Allmächtiger weiß er wohl, wer sich selbst gegenüber ehrlich ist oder sich selbst belügt.
  • Vielleicht wertet er Selbstehrlichkeit höher als blinden Glauben und listige Verehrung?
  • Vielleicht erwartet er einfach, dass diejenigen, denen er sich nicht zeigt, das so ehrlich und konsequent bekunden, wie diejenigen, die ihn zweifelsfrei erfahren haben, das auch bezeugen.
  • Vielleicht achtet er Integrität so, dass er keinen bevorzugt, der seinem eigenen Verstand nicht traut, unehrlich zu sich selbst ist?
So leben Agnostiker und Atheisten in einer Welt, in der sich ein Gott weder zeigt noch eine Rolle spielt. Der Theist weiß dann, dass andere zu recht die Welt auf diese Art sehen, dass blindes Gottvertrauen ohne Rücksicht auf die eigene Urteilskraft sich nicht auszahlt, und dass er nicht dafür belohnt wird, einem Hörensagen-Gott "sicherheitshalber" zu huldigen, während er im stillen zweifelt, weil Gott tatsächlich entschieden hat, sich ihm nicht zu zeigen.

04 Juni, 2009

Ohne würde er ganz anders leben

Das verkündet ein "Bruno" auf dieser Webseite (Kommentar 123) mit zwei bezeichnenden Sätzen:
Wenn es wirklich keinen Gott gäbe und ich das sicher wüsste, so würde ich ganz anders leben - und glaubt mir, das würde euch gar nicht gefallen. Ohne Gott keine Werte oder nur scheinheilige Werte für die es keine Gründe gibt sie einzuhalten, wozu auch.
Er hätte auch schreiben können: "... so würde ich anders leben – und das würde euch nicht gefallen." Aber er schreibt drei Verstärkungen hinein: "ganz anders", "und glaubt mir", "gar nicht". Das lässt vielleicht ahnen, wie sehr er das Gefühl hat, falsch zu leben.

Macht das nicht den Eindruck, ihm ist eingeredet worden, als Mensch sei er von Natur aus schlecht und schuldig, menschliche Werte seien unecht, und nur ein strafender Gott könne Moral schaffen?

Könnte es sein, dass ihm nie die Idee vermittelt wurde, Werte um des Menschseins Willen zu achten?

Wer möchte mit jemand zu tun haben, der nur so lange anständig ist, wie ein Irrglaube an seinen Gott anhält?

Merkt er nicht, dass er der Scheinheilige ist?

25 Mai, 2009

Wo das Staunen seine Grenze findet

Ständig staunt derBright. Gelegenheiten bieten sich ohne Ende. Das fängt beim ganzen Weltall an und hört bei Leben, Intelligenz, Kunst noch lange nicht auf. Es ist erstaunlich, wie alles in der Natur aus sich selbst heraus entsteht. Es ist erstaunlich, wie wir Schritt für Schritt lernen, welche Regeln und Mechanismen da wie wirken.
Wenig Verständnis hat derBright für Staunen in der Religion. Denn: Verdankten wir die Welt einem allwissenden allmächtigen Schöpfer, wäre es selbstverständlich, dass der alles genau so machen kann, wie er will. Was sollte an einem Ding "erstaunlich" sein, das mit Allmacht und Allwissen fabriziert ist? Buchstäblich nichts. Erstaunlich an dem Ergebnis wären bestenfalls Unzulänglichkeiten trotz Allmacht: Dass seit aberdutzenden von Jahren stündlich hunderte Kinder hungers verrecken, was Würdenträger aller Art so gern lebhaft bedauern, wie sie genau die Praxis, die dazu führt, mit erstaunlicher Gelassenheit fortsetzen.

16 Mai, 2009

Wie uns Muster in die Irre führen

Feynman erzählt in seinem Buch "Was soll das alles?":
Meine Frau bekam Tuberkulose ... Als die Krankheit ausbrach, schenkte ich ihr eine ganz besondere Uhr ... und die mochte sie sehr. Ich gab sie ihr an dem Tag, als sie krank wurde, und vier, fünf, sechs Jahre lang stand die Uhr neben ihrem Bett, während sie immer kränker wurde. Schließlich starb sie. Und zwar um 9:22 abends. Die Uhr blieb an diesem Abend um 9:22 stehen, und ich konnte sie nicht mehr in Gang setzen.

Feynman erklärt, wie nötig es ist, in solchen Fällen genau hinzuschauen, denn
Ansonsten werden Sie einer dieser Menschen, die alle möglichen verrückten Sachen glauben und die Welt nicht verstehen.

An religiösen Argumentationen fällt nicht selten auf, wie vordergründig unkritisch Anekdoten so eingesetzt werden, dass man vermuten muss, der Erzähler hat den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität nicht verstanden (oder ignoriert ihn bewusst – was von beidem ist trauriger?).
Dass es gegen Ende noch mal heißt:
Fazit: Was "beweist" das alles?
Nichts. Wie der Titel dieser Katechese schon sagt: es geht um "Hinweise", nicht um Beweise.

kann dann nichts mehr retten, da hat man die "Hinweise" ja schon an die Leute gebracht.
Ein sehr schöner Selbsttest für die Fähigkeit, Korrelation und Kausalität unterscheiden zu können, ist dieser Comic:


06 Mai, 2009

F.A.Z.: Wer glauben will, muss zweifeln

Die Buchbesprechung macht Lust auf mehr.

13 April, 2009

Auf den Bussen in der Hauptstadt Englands...

... wurde mit dem Slogan geworben: „Vielleicht gibt es keinen Gott, also genieß dein Leben“. Wo erfährt man das? In den Nachrichten von Radio Vatikan wird über einen Wortgottesdienst mit dem Papst im Petersdom am Karfreitag berichtet. Der umfangreichste von fünf Absätzen dieser Meldung gilt den Bussen. Nochmal zum Mitdenken: Papst, Karfreitag, Petersdom: Atheistenbusse. Unglaublich. In der ganzen Meldung, anscheinend im ganzen betroffenen Gottesdienst wurden – hält man sich an die Meldung – die Atheistenbusse durch buchstäblich nichts an Wichtigkeit übertroffen. Nicht zu fassen.
Schön sind auch die journalistischen Feinheiten: Da ist von "den" Bussen die Rede. Also alle? Und als logisches Bonbon: "das Leid Unschuldiger" wird "ohne Glaube an Gott" ... "noch absurder". Hä? War es nicht so, dass das Leid genau dann absurd ist, wenn man an einen allgütigen Gott glaubt?

13 März, 2009

Wie sortiert man diese Atheisten?

Fundamentalistischer Atheist: Es gibt keinen Gott, und jeder, der meint, dass es einen Gott gibt, ist ein fehlgeleiteter und gefährlicher Depp.

Evangelikaler Atheist: Es genügt nicht, dass es keinen Gott gibt. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass wirklich niemand daran glaubt, dass es einen gibt.

Theologischer Atheist: Die Prinzipien der Logik zeigen die Abwesenheit irgendeines allmächtigen und allwissenden Wesens im Universum.

Jugendlicher Atheist: Weil ich als Jugendlicher noch als einziger die Übersicht habe, weiß ich, dass da kein Gott ist. Die Tatsache, dass viele Erwachsene an einen Gott glauben, beweist, dass ich recht habe.

Wissenschaftlicher Atheist: Es gibt keinen Gott, weil ich keine falsifizierbare Hypothese betreffs seiner Existenz aufstellen kann.

Sozialer Atheist: Naja, alle, die ich kenne und von denen ich etwas halte, sind Atheisten, also muss irgendwas dran sein...

Akademischer Atheist: Ich brauche Beachtung und ich fühle mich auch wichtig, und beidem werde ich am besten dadurch gerecht, dass ich eine Existenz Gottes für absurd erkläre.

Politisch korrekter Atheist: Gott hat sich nie für die Gleichberechtigung von Geschlechtern, Rassen und kultureller Herkunft eingesetzt, also ist seine Existenz nicht in Ordnung.

Mogelnder Atheist: Es gibt keine guten Gründe, an Gott zu glauben, aber was kann es schaden?

Lethargischer Atheist: Religion ist ein solcher Aufwand, warum sich die Mühe machen?

Paranoider Atheist: Religion, das klingt wie eine weitere Verschwörung, so wie die Außerirdischen, die Delphine und die CIA - alle sind sie hinter mir her.

Nihilistischer Atheist: Das Leben hat nun mal keinen Sinn, und die Existenz eines Gottes würde dem widersprechen, also ist das offenkundig nicht wahr.

Puritanischer Atheist: Wir sollten diese üblen Leute bekämpfen, die an Unsinn glauben, und unsere Säuberungsaktion so lange fortsetzen, bis es keinen einzigen Theisten mehr gibt...

Philosophischer Atheist: Ich glaube nicht, also bin ich.

(Nach: Church of Reality)

23 Februar, 2009

Kann man Unbildung als Standard nehmen?

„Wenn man einige Kinder auf einer Insel aussetzen würde, wo sie alleine aufwüchsen, würden sie an eine flache Erde glauben. Im Gegensatz dazu ist eine Erdkugel unnatürlich für den menschlichen Verstand.“
Was sagt solcher Text? Dass Unbildung zu falschen Ansichten führt. Das ist vermutlich konsensfähig.

Ersetzen wir „flache Erde“ durch „Gott“ und „Erdkugel“ durch „Evolution“, ergibt sich ein Text, der original so im Christlichen Medienmagazin pro steht:
"Wenn man einige Kinder auf einer Insel aussetzen würde, wo sie alleine aufwüchsen, würden sie an Gott glauben. Im Gegensatz dazu ist Evolution unnatürlich für den menschlichen Verstand".
Jetzt aber nicht mehr mit der obigen konsensfähigen Folgerung, sondern mit der Interpretation – bitte festhalten:
„Vielleicht gehört der Glaube an Gott zum Menschen wie der aufrechte Gang? Das überlegen nun auch immer mehr Anhänger der Evolutionstheorie.“
Sollen wir als Meinung von "pro" festhalten, dass Unbildung zum Menschen gehört wie der aufrechte Gang?
Nebenbei: Wäre die Evolutionsidee für den menschlichen Verstand so selbstverständlich, dann hätten wir keinen Darwin – also keine Bildung – gebraucht.

15 Februar, 2009

Wissen als spirituelle Quelle

Neigung zu Spiritualität – sich versenken und bewegen im eigenen geistigen Kosmos – ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft, unabhängig von jeder eventuellen persönlichen Beziehung zu irgendwelchen Religionen. Carl Sagan sagt:
"Die Begegnung mit der Natur nötigt der Wissenschaft unweigerlich ein Gefühl der Achtung und Ehrfurcht ab. Der eigentliche Akt des Verstehens ist eine feierliche Vereinigung, Verschmelzung, wenn auch in einem sehr bescheidenen Maße, mit der Herrlichkeit des Kosmos. Und die weltweite Anhäufung des Wissens im Laufe der Zeit verwandelt die Wissenschaft in etwas, was einem transnationalen, transgenerativen Metageist sehr nahe kommt.
...
Wissenschaft ist nicht nur kompatibel mit der Spiritualität – sie ist auch eine tiefreichende Quelle der Spiritualität. Wenn wir unseren Ort in riesigen Räumen von Lichtjahren und im Vergehen der Zeitalter erkennen, wenn wir die Komplexität, Schönheit und Subtilität des Lebens begreifen, dann ist dieses Hochgefühl, dieses Gefühl der Erhebung und zugleich der Demut ganz sicher spirituell. Das gleiche gilt für unsere Gefühle in Gegenwart großartiger Kunst, Musik oder Literatur oder angesichts von beispielhaft selbstlosen und mutigen Taten wie bei Mahatma Gandhi oder Martin Luther King. Die Vorstellung, dass sich Wissenschaft und Spiritualität irgendwie gegenseitig ausschließen, erweist beiden einen schlechten Dienst."
(Quelle: Carl Sagan: Der Drache in meiner Garage. Droemer Knaur München 1977, S. 51f.)

28 Januar, 2009

Wie die Leserschaft der "Welt" sich einschätzt

Jetzt reiben sich einige Medien wie Welt Online an ein paar abzählbaren atheistischen Plakaten. Wir lernen: "Atheismus-Werbung erobert den Globus". Das darf man auf der Zunge zergehen lassen und gleichzeitig über den Umfang religiöser Werbung/Mission auf dem Globus meditieren.
Interessant ist an dem Beitrag die angehängte Umfrage "Glauben Sie an Gott?" mit der Wahlmöglichkeit Ja/Nein.
Bitte erst schätzen und danach auf "Ergebnis" klicken.

Und: So typisch wie bezeichnend für Gläubige scheint dieser Kommentar zu sein, in dem es heißt:
"...Es gibt zahlreiche Gottesbeweise. Als Atheistin (oder als was Sie sich sehen) sind Sie davon überzeugt, dass alles auf dieser Welt durch Zufall entstanden ist, und zwar in Millionen (vielleicht auch in Milliarden) von Jahren. Der Mensch stammt vom Affen ab usw.. Fakt ist aber, dass - wenn man sich wirklich ernsthaft mit unserer Umwelt beschäftigt - feststellt, dass alles (egal ob Mensch, Tiere oder das Universum) so komplex ist, dass hinter alledem ein unendlich intelligenter Geist stecken m u s s! ..."
Kann man das anders interpretieren als die Weisheit: "Was mein persönliches Gehirn sich eben mal nicht vorstellen kann, m u s s von einem Gott stammen"?

Nachtrag (3.2.2009): Wer vermutet, das obige Umfrage-Ergebnis könnte durch das Artikelthema verschoben sein, findet hier eine unabhängige Gegenprobe.

13 Januar, 2009

Einfach Zufall oder Feinabstimmung?

Theisten argumentieren gern mit der „Feinabstimmung“. Warum?
Wissenschaft basiert auf Vertrauen in die Gültigkeit der Statistik. Die theistische Hoffnung: Wenn die Wahrscheinlichkeit, unsere Welt könnte zufällig so entstanden sein, praktisch gleich Null ist, dann würde ein vernünftig denkender Mensch evtl. die Möglichkeit der Existenz eines intelligenten Schöpfers erwägen.
Machen wir ein Experiment: Wir nehmen einen Würfel, würfeln Einhundert mal und erhalten dieses Ergebnis:

23166442454633233145321261435263235213453336521334
35614666326564444122351136123641334623646341424522

Wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass wir genau dieses Ergebnis erhalten werden? Die Zahl ist so klein, dass sie sich unserer Vorstellungskraft entzieht: 1,53 .10-78. Wie ist es möglich, dass wir hier tatsächlich sofort und ohne alle Mühe ein Ergebnis produziert haben, für dessen Auftreten die Wahrscheinlichkeit nach allen vernünftigen Maßstäben praktisch gleich Null ist? Waren wir allmächtig, allwissend?
Wir sind in eine Denkfalle getappt. Dieses Hantieren mit Wahrscheinlichkeiten macht nur Sinn, wenn wir Vorgänge betrachten, die in der Zukunft liegen. In Feynmans Text „Unser unwissenschaftliches Zeitalter“ finden wir dazu u.a.:
„Nun möchte ich mich einer anderen Art Grundprinzip oder Idee zuwenden, nämlich, daß es keinen Sinn hat, die Wahrscheinlichkeit oder Chancen zu berechnen, daß etwas passiert, nachdem es geschehen ist. Viele Wissenschaftler sind sich dieses Problems nicht einmal bewußt...
Beispielsweise habe ich heute abend etwas wahrhaft Bemerkenswertes erlebt. Auf meinem Weg hierher habe ich das Nummernschild ANZ 912 gesehen. Und jetzt berechnen Sie bitte die Wahrscheinlichkeit, daß ich von allen Nummernschildern in Staat Washington zufällig das mit ANZ 912 sehe. Stimmt, das ist albern.“

18 Dezember, 2008

Die Bilanz aus vielen Trauerfeiern

Gelesen beim WDR:
"Als ev. Pastor habe ich mehr als 2000 Trauerfeiern gestaltet und bei Trauergesprächen so häufig erfahren, daß eine Familie ohne Erfolg viel Geld bei alternativen Heilern investiert hat, daß ich nicht mehr daran glauben kann. Für die Familien bleibt nur die Genugtuung, daß sie alles für ihren Verstorbenen getan haben und ihnen kein Opfer zu groß war. Davon lebt die alternative Medizin." 
(18.12.2008 00:52 Uhr) 
Wer das nun für eine typische Meinung der Fernsehzuschauer halten sollte, darf sich im dortigen Gästebuch von einer genau gegenteiligen Massenhysterie überzeugen.

17 Dezember, 2008

Freude bei den Evangelikalen

Herr Schirrmacher stellt nämlich fest: "Wir haben derzeit so viele Chancen, uns selbst in den Medien darzustellen, wie nie zuvor. Verantwortliche aller Art holen unseren Rat ein wie nie zu vor."

Ja, die Medien sind schon auf Draht.

15 Dezember, 2008

Ein paar Worte so zum Selbstverständnis

Manche Theisten meinen anscheinend – weil sie selbst sich eine Welt ohne Gott nicht vorstellen können – dass auch dem Atheisten unterschwellig eine Gottesexistenz schwant, dass der Atheist dieser unterschwelligen Ahnung irgendwie auszuweichen versucht und dass man dem Atheisten raten könnte, sich doch mal auf Gottesahnung einzulassen, um mit sich ins Reine zu kommen.

Liebe Theisten, dem ist nicht so.

Der Atheist erkennt einfach, dass es in der Welt natürlich zu geht, dass da kein Gott ist und nicht sein muss, dass alles, was wir an der Welt bestaunen, aus ihr selbst kommt. In einem an ihn gerichteten Ansinnen, hinter der literarischen Erfindung „Gott“ etwas real existierendes anzunehmen, sähe der Atheist eine Aufforderung zu Unehrlichkeit.

Der Atheist sieht, dass Theisten einer Gottesvorstellung verhaftet sind, von der sie sich nicht lösen können und nicht lösen wollen.

Eine theistische Unterstellung, der Atheist verneine die Existenz von Liebe, Güte, Moral usw., wäre Unfug. Der Atheist weiß, dass all die geistigen Kategorien natürlich real existieren, als menschliche Eigenarten, die man hegen und pflegen kann und muss.

09 Dezember, 2008

Folgerichtig wäre Selbstaufgabe

... des Christentums als letzter segensreicher Dienst an der modernen Kultur insofern, als im Sinne der Volkssouveränität alle Macht vom Volk ausgeht und Moral längst vernunft- und nicht mehr religionsbegründet ist. So etwa beschreibt die Badische Zeitung den Inhalt eines Vortrags von Herbert Schnädelbach.

17 November, 2008

Säkulare Organisationen...

... in Deutschland haben erstmals seit Jahrzehnten Zusammenarbeit unter einem Dachverband vereinbart, wie der Tagesspiegel meldet.

02 November, 2008

Himmel! Warum lügst du nicht – wie alle!

Kleiner Auszug aus dem Tagesspiegel:
Kayleigh, 15 und gar nicht schwach , wurde von ihrer Lehrerin gefragt: „Wie viele Heiligenstatuen habt ihr daheim?“ Kayleigh sagte entschieden: „Keine. Nicht mal draußen.“ Mein Vermieter schlug in Sorge um ihre Noten die Hände über dem Kopf zusammen und rief: „Himmel! Warum lügst du nicht – wie wir alle!“
Kein Kommentar.

22 Oktober, 2008

Weil in England Kirchen plakatieren...


... haben sich dortige Atheisten entschlossen, einfach mal das gleiche zu tun:

20 Oktober, 2008

Schweizer Freidenker zu Glaubensfragen

Viele der Konfessionsfreien, die sich hier zu ihrer Anschauung bekennen, geben einen kleinen Kommentar darüber ab. Interessant sind diese Kommentare aus verschiedenen Perspektiven: Gläubige finden hier Beispiele, wie Glaube von Skepsis verdrängt werden kann, Konfessionsfreie werden eine Reihe ihrer Ansichten bestätigt finden und sie um Ergänzungen bereichern können, und Leute, die in der einen oder in der anderen Richtung unterwegs sind, können den Wert ihrer Zweifel an einer bunten Vielzahl unterschiedlicher Meinungen messen.

04 September, 2008

Wurde Zeit, dass jemand Klartext redet

Dieses ewige Gestammel der Physiker war ja schon nicht mehr mit anzuhören: Immer, wenn das Gespräch auf die sogenannte "Gravitation" kommt, flüchten sie in schwammiges Vokabular über irgendwelche angeblichen emergenten "Kraftfelder", von denen sie aber auf Quantenebene plötzlich selber nichts mehr finden. Kaum ein Fachgebiet ist so skandalös inkonsistent, wie das der Physiker, wenn sie sich über dieses Phänomen äußern sollen. Dabei hat sich seit Newton nichts daran geändert, dass noch keiner eine schlüssige säkulare Erklärung für die tatsächliche letztendliche Herkunft der "Gravitation" präsentieren konnte. Soll unser Nachwuchs auch so verbildet aufwachsen? Natürlich nicht. Es wurde höchste Zeit, dass sich verantwortungsbewusste Wissenschaftler dem Problem widmen und nun endlich evidenzbasiert die Effekte der ominösen Gravitationstheorie durch das Faktum des Intelligent Falling beschreiben. Einen großen Dank an diejenigen, die mit Zähigkeit daran arbeiten, dass wir verbreiteten Irrlehren selbstherrlicher Physiker etwas entgegensetzen können.

29 August, 2008

Wie sich Ingersoll der Wahrheit nähert

Ein Bibelleser hatte in ein Gästebuch geschrieben: "Dem 'Weisen' ist die Bibel allerdings eine Torheit - war bei mir genauso, solange ich versucht habe, sie zu verstehen!!!! Vertrauen ist der Schlüssel und das ist gar nicht so einfach!"

Über Dutzende Generationen wurden und werden Heerscharen von Interpreten für die Sisyphusarbeit herangezogen, in der Bibel gesammelte Ungereimtheiten dem Publikum schmackhaft zu machen. Es wird gesagt, das seien also von "höheren Wesen" inspirierte Bilder, wörtlich zu nehmen nur da, wo der Bibelspezialist es gut heißt uswusf.

Kann man sich anstelle der von religiös geprägten Bibelinterpreten vorgegebenen Weise einen vernünftigen Zugang zu den Wirrungen des Bibeltextes verschaffen? Man kann.

Zu Robert Ingersolls Talenten hat es gehört, sich von eingetrichterter Verklärung zu lösen und den Text unverstellt zu besehen. Und so wie er die Sache sieht, fügt sich alles wieder in ein klares Bild: Wenn die Bibel von irgendetwas inspiriert ist, dann nicht von "höheren Wesen", sondern von nichts, nichts anderem als dem Unwissen antiker Nomaden. Da wächst eben das Gras, bevor die Sonne gemacht ist, da ist eben der Himmel etwas, wo am dritten Tag die Sterne angebracht werden, Mond und Sonne als handliches Licht, das mal schnell für ein paar Stunden anzuhalten einem Gott weniger Mühe macht als eine Krankheit zu heilen, da treten eben sämtliche(!) Tiere an, um vom Mann ihren Namen zu erhalten (die Frau war ja noch nicht da), also die Art Märchen, die urgeschichtliche Nomaden sich ausdenken könnten, um die Sippe im Zelt bei Laune zu halten es ist erfrischend, Ingersoll zu lesen. Und es ist bemerkenswert, dass vor weit über hundert Jahren Stadt- und Kirchenväter Ingersoll das Podium gegeben haben, Leute auf die Weise zum kritischen Denken anzuregen.

26 August, 2008

Darf man Gottes Existenz bestreiten?

Wenn Herr Beckstein sagt, dass der Gott der Muslime ein anderer sei als der der Christen, dann gibt es vernünftigerweise nur zwei Möglichkeiten. Entweder glaubt Herr Beckstein tatsächlich an zwei Götter (was ihn evtl. in Erklärungsnot gegenüber dem Vatikan brächte), oder er bestreitet, dass der "andere", also der der Muslime tatsächlich existiert. Im Gegenzug darf er natürlich davon ausgehen, dass die Muslime die Existenz des Gottes bestreiten, an den Herr Beckstein glaubt. Die Existenz der allermeisten Götter und Gottheiten (Hochrechnungen reichen bis 100000) wird von den allermeisten Menschen bestritten. Buddhisten, Christen, Juden, Muslime und Atheisten sind sich darin einig, die Existenz (fast) aller Götter zu bestreiten. Theisten bestreiten die Existenz aller Götter bis auf die Existenz der jeweils eigenen, Monotheisten bestreiten – wie Herr Beckstein – die Existenz aller Götter bis auf die Existenz eines einzigen der 100000 – des jeweils eigenen. Fazit: Im Mittel wird aller Götter Existenz von der Mehrheit der Menschen bestritten, sie werden üblicherweise als literarische Erfindung angesehen, was auch in Ordnung ist.

22 Juli, 2008

Um noch mal auf Emergenz zu kommen

Warum? Weil nach dem Posting vom 25. März 2008 Kommentare von Leuchtspur auftauchten, die Verständnisprobleme signalisierten, etwa in der folgenden Art:

“Strukturen bilden sich, untergeordnete Strukturen, übergeordnete Strukturen. Emergenz taucht auf. Und ob sich dadurch nun eine Spiralarmgalaxie bildet, oder ein Mensch, macht keinen allzu grossen Unterschied.”

In dieser Darstellung hat die Materie ja quasi göttliche Eigenschaften. Kann es sein, daß die Brights lediglich einen Gott durch einen anderen ausgetauscht haben?

Was ist der Witz an der Emergenz-Idee? Mit "Emergenz" ist gemeint, dass die Eigenschaften eines Systems nicht nur durch die Eigenschaften der Systembestandteile festgelegt sind, sondern auch durch die Struktur, die die Bestandteile bilden: Ein- und dieselben Kohlenstoffatome können als Graphitmine im Bleistift vorliegen, als ein Stück Holzkohle oder als Diamant. Die Eigenschaften des Gesamtsystems werden nicht allein durch die Eigenschaften des Bestandteils "Kohlenstoffatom" festgelegt, sondern gleichermaßen durch die Struktur, in der diese Bestandteile angeordnet sind. Ein- und dieselben H2O-Moleküle können fließendes Wasser bilden, ein Stück Eis oder auch eine Dampfwolke: Es ist die aktuelle Struktur der Bestandteile (also des Molekülverbandes), woraus sich die Systemeigenschaften ergeben.

Drückt der Laut "A" göttliche Erhabenheit aus? Nicht? Oder drückt der Laut "B" göttliche Erhabenheit aus? Oder vielleicht der Laut "C" ... oder "Z"? Wäre es – nachdem alle diese Fragen verneint sind – richtig, zu behaupten, dass Laute oder eine Folge aus Lauten nicht geeignet sind, göttliche Erhabenheit auszudrücken? Woraus besteht das Vaterunser? Die Bibel? Der Koran? Aus Lauten – aneinandergereiht – aber eben nur aus Lauten. Dieselben Laute, die den Bibeltext ausmachen, ergeben durch Umordnung kompletten Unfug, eine Shakespeare-Komödie, einen Agatha-Christie-Krimi, einen Pornoroman, einen Terroraufruf, Einsteins Dissertation oder was auch immer: Es sind eben nicht allein die Bestandteile eines Systems, die über seine konkreten Eigenschaften bestimmen, sondern gleichermaßen die Art und Weise, wie die Bestandteile angeordnet sind, also die Struktur des Systems.

Das alles ist nicht schwer einzusehen, es ist eher selbstverständlich, gesunder Menschenverstand.

Aber: Wenn es um Denken, Intelligenz, Gefühle, Liebe, Seele, Spiritualität geht, dann argumentieren Theisten gern, dass ein Wesen, das "lediglich" aus Molekülen besteht, nichts anderes als ein "seelenloser Bioautomat" sein könne. Und das ist einfach nur falsch. Denn der Mensch und sein Gehirn bestehen eben nicht nur aus der Zutat Moleküle, sondern auch noch aus der Zutat Struktur. Und genau so, wie Laute in einer geeigneten Struktur die Bibel hervorbringen, genau so repräsentiert die geeignete Struktur von Molekülen und Neuronen uns Menschen, mit all unseren religiösen und atheistischen, aufgeklärten Ideen und Gefühlen.

20 Juli, 2008

Vor drei Jahren ist derBright gestartet

Was ergibt sich als kleine Zwischenbilanz?
  • derBright ist mit grob gerechnet zwei Besuchern pro Tag einer der kleinsten Blogs; das wird auch so bleiben.
  • Es gibt viele gute und produktive Blogs; zu den besten gehören daylightatheism und evilunderthesun. Die Links dort führen zu vielen weiteren.
  • Eine schöne Übersicht über Atheismus und verschiedene Religionen gibt es bei BBC.
  • Wir machen weiter.

04 Juni, 2008

Wir bewegen uns im Mesokosmos

Da und dort hatte derBright Umstände aufgezählt, die möglicherweise dazu beitragen, Leute an die Existenz göttlicher Wesen glauben zu lassen. Hierbei spielte die Individualgeschichte eine erhebliche Rolle. Über weitere glaubensfördernde Umstände, die eher in der Artengeschichte wurzeln könnten, macht sich Libertarian Gedanken. Da sich die Sozialkultur schneller entwickelt als unsere Hirnbiologie, halten die biologisch basierten geistigen Fähigkeiten nicht Schritt mit kulturellen Erkenntnissen. Terry Pratchett drückt das in seinen Sachbüchern so aus, dass das Gehirn dazu gemacht ist, den Affen auf dem Nachbarbaum anzuschreien, nicht aber, um Wissenschaft zu betreiben. Es ist wirklich so, dass wir bestimmte Sachen ganz schlecht können, z.B. Wahrscheinlichkeiten abschätzen – wie man etwa am "Ziegenproblem" erkennen kann.
Wenn unsere Evolution im Mesokosmos dafür gesorgt hat, dass wir die Welt instinktiv teleologisch sehen, dass wir also davon ausgehen, bei Wirkungen regelmäßig eine Absicht anzunehmen, dann haben manche Mitbürger evtl. Schwierigkeiten, dem Lauf der Vorgänge in einer tatsächlich absichtslosen Welt zu folgen und fühlen sich mit einer Konstruktion wohler, der sie die vermeintlichen Absichten zuschreiben können.

14 Mai, 2008

Kann man Kinder vor Verdummung schützen?

Was Kinder aus Katechesen "lernen":

"Ich habe z.B. selbst erlebt, dass der 'Geist' beim Tischerücken begann, in einer Schrift zu schreiben, die keiner der Anwesenden lesen oder schreiben konnte. Erst ein Experte übersetzte die Schrift - und siehe, es handelte sich um sinnvolle Antworten! ... Nein, ich bin persönlich der festen Überzeugung, dass diese Praktiken das sind, was sie zu sein scheinen: Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit Geistern. ... z. B. sich selbst bewegende Pinsel, die Botschaften auf Plakate schreiben? Oder Bananen, die über den Tisch schweben und rhythmisch das Morsealphabet klopfen? Oder Schaufensterpuppen, die mit den Bewegungen der Taubstummensprache unsere Zukunft enthüllen ..."

10 April, 2008

Welches Werkzeug hilft uns gegen Täuschung?

Wer hat sich schon mal getäuscht? Sicherlich alle.

Wer lässt sich gern mit Täuschungen betrügen? Sicherlich niemand.

Die Sinne sind nicht perfekt. Nicht selten vermitteln sie verfälschte Eindrücke. Wer solchen verfälschten Eindruck für bare Münze nimmt, macht sich von der Welt ein falsches Bild.

Zur Illustration eine optische Täuschung:

Unkritische würden vielleicht besten Gewissens Haus und Hof darauf verwetten, dass Feld B heller ist als Feld A. (Wessen Browser es anbietet, kann das Bild rechts anklicken und per "Grafik anzeigen" vergrößert betrachten.)

Kann man etwas dagegen tun, so getäuscht zu werden? Man kann. Wenn man will.

Wer nicht auf Täuschungen hereinfallen will, kann trainieren, kritisch zu sein, dem ersten Eindruck nicht zu glauben und jeden Sachverhalt möglichst genau zu prüfen. Für das obige Bild könnte das z.B. heißen: Nimm Dir ein Grafikprogramm, schneide die Felder A und B aus und vergleiche sie direkt miteinander, lass Dir den binären Farbcode der einzelnen Felder anzeigen. Oder drucke das Bild auf Papier aus und schneide die Felder mit der Schere aus, um sie direkt zu vergleichen, oder auch mal probeweise auszutauschen.

Wer jemanden täuscht, hat dann leichtes Spiel, wenn der betroffene nicht kritisch, sondern leichtgläubig ist.

Auffällig ist in diesem Zusammenhang, wie unverblümt betont vordergründig Religionen zur Leichtgläubigkeit gegenüber Religionsinhalten auffordern, gern auch direkt dazu, ungereimtes unkritisch hinzunehmen, sich von Wunschdenken leiten zu lassen, Zweifel als Sünde anzusehen:

Unsinn hinnehmen:

  • "Dem 'Weisen' ist die Bibel allerdings eine Torheit - war bei mir genauso, solange ich versucht habe, sie zu verstehen!!!! Vertrauen ist der Schlüssel und das ist gar nicht so einfach!" (Gästebuch)
  • Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache (1. Kor. 1,27)

Verstand missachten:

  • Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen (1. Kor. 1,19)

Wunschdenken nahelegen:

  • Sie glauben nicht an Erlösung ... und an ein Paradies, halten derlei Dinge aber für wünschenswert. Wenn Sie diesem Wunsch nun noch Luft zum Atmen gäben, ohne ihn sofort mit Einwänden aller Art abzuschneiden, hätten Sie eine Hoffnung... (Gästebuch)

Zweifel diskreditieren:

Ist das Zufall?

Ergänzung am 20.4.2008: http://www.askanatheist.org/articles/bestopticalillusion.html


25 März, 2008

Was Theisten nicht verstanden haben

Kann ein einzelner Sessel durch die Luft über den Atlantik reisen? Nein; die Gesetze der Physik erlauben nicht, dass ein Sessel von London nach Washington durch die Luft reist. Wie ist das mit Rädern, Motoren, Fensterscheiben? Computern, Blechen, Plastikschläuchen? Wir können Tausende und abertausende von Dingen aufzählen, für die die Physik die Möglichkeit verbietet, in London zu starten und in Washington sanft zu landen. Setzt man aber all diese Tausenden Dinge zu einem Jumbo Jet zusammen, dann tut der das, was für jedes seiner Einzelteile nicht möglich ist. Interessanterweise ist unsere reale Welt so eingerichtet, dass genau dieselben physikalischen Gesetze, die ausnahmslos allen einzelnen Teilen die Luftreise verbieten, für deren geeignete Zusammensetzung eine Luftreise nicht mehr verbieten, sondern erlauben, und zwar – darum geht es hier – ohne jede übernatürliche Zutat.

Neu ist die Erkenntnis nicht. Schon Aristoteles wusste, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile, und Philosophen und Physiker haben das Phänomen "Emergenz" umfänglich untersucht und forschen weiter darüber, weil wir es erst in Ansätzen verstehen.

Dinge haben also nie "nur" die Eigenschaften ihrer materiellen Bestandteile, sondern darüber hinaus auch neue Eigenschaften, durchaus auch ganz unerwartete, überraschende (das ist das Wesen von Emergenz), die durch ihre Struktur wirklich erst hervorgebracht werden, die also vorher – vor dem Aufbauen dieser Struktur – weder zu sehen noch zu erwarten waren.

Das alles ist so offenkundig richtig, dass man bis auf Ausnahmen heute keinen Theisten finden wird, der behauptet, fliegen von Dingen "schwerer als Luft" sei nur dank göttlichen Eingriffs möglich. Unterstellte man Theisten pauschal, die zugehörigen physikalisch-technischen Zusammenhänge nicht zu durchschauen, wären sie – zu recht – empört.

Merkwürdigerweise hindert das viele Theisten nicht daran, Emergenz auf anderen Gebieten hartnäckigst zu ignorieren. Geradezu typisch zeigt sich das bei Angelegenheiten wie "Denken", "freier Wille", "Liebe" und sonstigen psychologischen und sozialen Phänomenen. Dazu wahllos herausgegriffene Beispiele aus Unmengen, wie sie allenthalben von Theisten abgesondert im Netz zu finden sind:

  • "Eine Maschine besteht aus der Summe ihrer Teile" (So subtil signalisiert ein leibhaftiger Theist, dass ihm Aristoteles nicht geheuer ist; hier hilft nicht mal der obige Jumbo Jet.)
  • "Der Mensch wird wegerklärt, was bleibt ist ein seelenloser Bioautomat"
  • "wenn es also nichts spezifisch menschliches mehr gibt, warum nennen sich diese deterministischen Bioautomaten noch so"
  • "Es gibt mittlerweile Hirnforscher, die den Materialismus so radikal denken, dass sie den Menschen nur als Ansammlung von physikalischen, biochemischen Prozessen sehen und ihm jeglichen Geist absprechen" ... uswusf.

Selbstverständlich sind Lebewesen mehr als "deterministische Bioautomaten", allerdings ist all dieses "Mehr", zu dem u.a. auch das gehört, was Theisten gern "Seele" nennen, keine übernatürliche Draufgabe zur Chemie und Biologie der Lebewesen, sondern genau die Auswirkung der natürlichen, emergenten Neuronalstruktur, also so natürlich wie die biologischen und chemischen Prozesse selbst, nur eben nicht materiell basiert, sondern strukturell basiert. Und speziell für den Menschen und die menschliche Gesellschaft kommen jetzt zur emergenten Funktion der Neuronalstruktur, die das Denken ermöglicht, auch noch emergente Sozialstrukturen, emergente Strukturen der historischen und der Geisteswelt mitsamt allen weltanschaulichen, wissenschaftlichen, künstlerischen, moralischen usw. Vorstellungen, ein Füllhorn neu zu entdeckender Dinge.

So einfach. So unerschöpflich. So natürlich.

14 Februar, 2008

Religion in Bundestag und Wahlvolk

Am 12. März 2007 war der Name des ersten USA-Kongressmitglieds bekannt geworden, das von sich sich sagt, nicht an Gott zu glauben ("nontheist").
Nun darf der Leser raten, wie viele Mitglieder des Deutschen Bundestages bekennen, Atheist zu sein. Bitte erst schätzen, dann hier klicken.
Na, richtig geraten? Ist das repräsentativ für die Religionszugehörigkeit im Wahlvolk?

04 Januar, 2008

Schon der Klappentext verfälscht die Wahrheit

    Der Text auf der Rückseite des Buches "Der Atheismus-Wahn" (von Alister McGrath, Gerth Medien 2007) beginnt mit dem Satz: "Immer wieder stößt der Glaube an Gott in den Medien auf heftige Kritik". In diesen dreizehn Wörtern findet derBright schon drei fragwürdige Punkte:
    • Wie oft bitte ist "immer wieder"? Ist das so oft wie die tägliche Morgenandacht im Radio? Das Glockenläuten? Die sonntäglichen Gottesdienste in Funk und Fernsehen? Die Erscheinungsfrequenz religiöser Rubriken in Zeitungen und Zeitschriften?
    • Was bitte ist mit "den Medien" gemeint? Radio? Fernsehen? FAZ und Welt und Focus und Stern und Spiegel und Zeit?
    • Was bitte ist "heftige Kritik"? Ist das eine Forderung, Lästerung des Atheismus strafrechtlich zu verfolgen oder solche Strafverfolgung zu verschärfen? Ist das die Bekundung hochrangiger offizieller Würdenträger, wer in einer religiösen Familie aufwächst, ist geistiger Krüppel?
    Und der Genauigkeit halber: Wenn irgendwann doch irgendwo auch heftige Kritik geübt wurde, stand da wirklich genau der Glaube an Gott im Fokus, den ganz persönlich zu haben oder nicht zu haben ohnehin niemand verwehrt oder vorgehalten werden kann? Oder waren das evtl. eher Vorgänge mit einem Etikett "in Gottes Namen"?
    Wenn jemand meint, der Text zum Buch verfälsche die Wahrheit nicht, dann bittet derBright ganz herzlich, das im Kommentar zu belegen, nämlich
    • wann "immer wieder"
    • genau "der Glaube an Gott"
    • wo "in den Medien"
    • wie "heftige Kritik"
    erfuhr. Sollten sich solche Belege finden, wird derBright das hier im Text sehr gern korrigierend vermerken. Andernfalls stellen wir fest, dass es anscheinend nötig war, mit Unwahrheit für das Anliegen des Buches zu werben.

    04 Dezember, 2007

    Wie McGrath den Weihnachtsmann erledigt

      Als Antwort auf Dawkins' Weihnachtsmannvergleich fragt McGrath den Leser (S. 22): "Wie viele Menschen kennen Sie, die als Erwachsene angefangen haben, an den Weihnachtsmann zu glauben." (In: "Der Atheismus-Wahn" von Alister McGrath, Gerth Medien 2007.) Hier muss derBright ehrlicherweise antworten: "Keinen". Das Argument hat also gesessen.

      Hat es das? Wirklich? Oder könnte es auch ein faules Ei sein? Was muss McGrath ehrlicherweise seinerseits gelten lassen, damit die Bedingungen wirklich vergleichbar sind?
      Z.B.:
      • Wer dem Weihnachtsmann nicht huldigt, wird nach dem Tod auf ewig unsäglichste Höllenqualen leiden, wer ihn aber anbetet, kommt ins Paradies und weilt ewig da in schönsten Verhältnissen (falls er nicht auf eine Ente tritt).
      • Weihnachtsmannlästerung wird gesetzlich verfolgt; Politiker fordern härtere Strafen dafür.
      • Wer dem Weihnachtsmannpriester beichtet, dem werden sämtliche Sünden vergeben.
      • Die Rundfunksender huldigen täglich in der Morgenandacht dem Weihnachtsmann.
      • Der Staat finanziert den Universitäten eine weihnachtsmannkundliche Fakultät, an der Professoren die nächsten Generationen von Weihnachtsmannwissenschaftlern ausbilden.
      • Großkonzerne finanzieren Stiftungen, die sich mit der "Zukunftsperspektive" des Weihnachtsmannglaubens beschäftigen und Konzepte, Empfehlungen und Handlungsstrategien entwickeln.
      • Weihnachtsmannbischöfe erklären Mitbürger, die in weihnachtsmannungläubigen Familien aufgewachsen sind, zu geistigen Krüppeln.
      Ohne das hier explizit zu vervollständigen nehmen wir an, dass auch alle nicht aufgezählten Teile religiöser Infrastruktur wie schulischer Religionsunterricht, Kirchengebäude uswusf. total und ausschließlich auf die Weihnachtsmanngläubigkeit ausgerichtet sind. (Mit "alle" sind wirklich alle gemeint, also in Bayerns Klassenzimmern steht anstelle des Kruzifixes ganzjährig ein Weihnachtsbaum, auf US-Banknoten steht: "In Santa Claus we trust", im Vatikan sind Exorzisten angestellt, die Leuten, die den Weihnachtsmannglauben zu verlieren drohen, den Teufel austreiben sollen usw.)
      Außerdem setzen wir voraus, dass unter ausnahmslos allen Erwachsenen ein Glaube an Gott als Kinderei gilt und die Eltern das ihren Kindern im Vertrauen auch bestätigen, wenn sie das entsprechende Alter erreicht haben.
      Dazu gehört natürlich auch, dass McGrath aus unerschütterlicher, tiefster innerer Überzeugung mit all seiner akademischen Autorität als studierter Weihnachtsmannwissenschaftler ein Buch mit dem Titel "Der Antiweihnachtsmannwahn" veröffentlicht, in dem er Kritikern vorwirft, Fakten der Weihnachtsmannwissenschaft nicht präzise genug zu würdigen, auch auf das lächerliche Gottesargument eingeht und dazu auf S. 22 schreibt: "Als ich etwa fünf Jahre alt war, hörte ich auf, an die Existenz Gottes zu glauben (auch wenn ich dies meinen Eltern noch einige Zeit verschwieg, weil mir durchaus bewusst war, dass mir das Vorteile brachte)."

      So, und jetzt fragen wir noch mal: Wie viele Menschen werden unter diesen Bedingungen angesichts einer alles erdrückenden Weihnachtsmanngläubigkeitsmacht – oder einfach schon in gutem, schlichtem Vertrauen auf hochkarätige Autoritäten wie McGrath und Vatikan – als Erwachsene eher anfangen, an den Weihnachtsmann zu glauben, anstatt an einer eigenen kleinen Skepsis festzuhalten?

      27 November, 2007

      Religion geht gern auch "kontrafaktisch"

      Während er Dawkins ein ganzes Buch lang vorwirft, sich zu wenig an Fakten zu halten, schafft McGrath auf S. 80 die Glanzleistung, der Religion selbst einen absoluten Freibrief auszustellen: "Menschen können ... kontrafaktischen Glaubensaussagen ... zustimmen, weil jener kognitive Prozess, der mit ihrer individuellen Religion einhergeht, sich nicht auf derselben Ebene abspielt." (In: "Der Atheismus-Wahn" von Alister McGrath, Gerth Medien 2007.)
      Auf Klardeutsch also: "Meine individuelle Religion erlaubt mir, die Auswirkung unbequemer Fakten frech zu ignorieren; wenn Fakten nicht zu meinen Geschichten passen, habe ich eben ein 'Mysterium' – und erwarte dann von Dawkins, dass er brav die 'Fakten' meiner mysteriengestützten Religion würdigt."
      Wenn das kein Wahn ist, was dann?

      04 November, 2007

      Glauben gründlich auf die Spur gegangen

      ... ist Dieter Nuhr mit seinem Buch "Wer's glaubt, wird selig", meint ein Hobby-Rezensent bei Amazon. Jedenfalls hat sich bisher unter den dortigen Rezensenten noch keiner gefunden, der das Buch aus religiöser Sicht beanstandet. Also: Wer noch auf der Suche nach einem Geschenk ist, kann damit wohl nicht viel verkehrt machen. Leseprobe von S. 23 unten: "Ich habe in Differential- und Integralrechnung oft Lösungen gefunden, die ausschließlich auf starkem Glauben beruhten... Leider war unsere Mathematiklehrerin religionslos..."

      25 Oktober, 2007

      Was hat das mit seinem Amt zu schaffen?

      In der Süddeutschen steht, man dürfe Bischöfe nicht mit bestimmten Worten belegen, und auch nicht manche anderen Amtsinhaber. Aber bitte, für den Fall, dass eine beliebige Person über alle Maßen Unsinn von sich gibt (z. B. auch der Art, aufgeklärte Mitbürger wie geistige Krüppel anzusehen), dann sollte doch noch so viel Amt nicht vor einer passenden Zurechtweisung schützen, oder?

      Hörensagen übertrumpft die Fakten

      Bevor derBright im Juli die Merkwürdigkeit angesprochen hatte, dass Tatsachen oft unbeachtet bleiben, hatte er schon an zwei anderen Stellen (1, 2) Gründe aufgelistet, die beitragen, religiöse Verhaltensweisen zu fabrizieren. Gemäß einer neueren Meldung können wir die Auflistung um Gründe ergänzen, die in der menschlichen Natur liegen und die illustrieren, wie Hörensagen wirkt: Der Mensch glaubt häufig gern, was ihm erzählt wird.
      Wo man so erzogen schon sich selbst genügt und nicht Anregung noch Wege findet, Fakten aufgeschlossen zu begegnen, da hat jeder Aberglaube leichtes Spiel und zementiert sich immer wieder selbst. Das ist es, was man gern ein geschlossenes System nennen kann: Jede Sache wird zurückgeführt auf Autorität, die sich selber hütet.

      20 Juli, 2007

      Vor zwei Jahren ist derBright gestartet

      ... und es fasziniert ihn immer wieder aufs Neue, dass sich das, was ganz offenkundig nach allen Regeln unseres Wissens einfach nur Tatsachen sind, merkwürdigerweise nicht "automatisch" als anerkannte Wahrheit durchsetzt. Im Gegenteil: Für noch so irrwitzige Anschauungen finden sich Vertreter, die sich augenscheinlich ernsthaft und wissenschaftlich geben und ihr Publikum bis in höchste Kreise finden. Fazit: Die Wahrheit verlangt mindestens so viel Einsatz, wie die Verbohrten für ihre krausen Theorien aufbringen. Also machen wir weiter und freuen uns über jeden, der mitredet.

      20 Juni, 2007

      Warum gibt es etwas und nicht gar nichts?

      Mancher fragt sich beim Anblick der heutigen Welt: "Wo ist das alles hergekommen"?
      Die Antwort ist einfach: Alles, was wir heute vorfinden, kommt vom voraufgehenden Zustand, von gestern. Und alles, was gestern vorzufinden war, kommt wieder vom voraufgehenden Zustand, vom Tag davor. So einfach. In Ewigkeit. Und nicht anders. Materie ist ewig, ebenso ewig bewegt wie ewig veränderlich.
      Wer sich mit dieser einfachen, organischen Sichtweise partout nicht zufrieden geben will, muss mindestens zwei ungeheuer spekulative Dinge erfinden: Erstens muss er unterstellen, es könnte tatsächlich einen Zustand des materiellen "gar nichts" geben, der dann auch wirklich bestanden haben müsste, und zweitens muss er darüber hinaus auch noch unterstellen, dass es eine Möglichkeit gäbe, aus diesem "Gar nichts" das "Alles" zu machen.
      (Religionen unterstellen dazu gern eine dritte Spekulation – noch weiter hergeholt als die anderen beiden – dass es göttliche Wesen gäbe, die diesen Übergang vom "nichts" zum "alles" als "Schöpfungsakt" bewerkstelligen.)
      Alle Unterstellungen – schon jede für sich – liegen jenseits jeder Vernunft. Für eine Gültigkeit der Unterstellungen gibt es nicht den geringsten Anhaltspunkt – abgesehen von Märchen aus der Eisenzeit, die variiert bis heute weitererzählt werden.
      Was ist einfacher und logischer, auch im Sinne von Ockhams? Dass sich der jetzige Zustand jeweils schlicht aus dem voraufgehenden ergibt? Oder dass es einen universellen Zustand des totalen Nichts gegeben haben soll und dazu die Möglichkeit, aus "nichts" "alles" zu machen?
      Denken hilft.

      Aber halt mal, was ist mit dem Urknall?


      Jeder weiß ja, dass mit dem Urknall nicht nur der Raum und die Materie, sondern auch die Zeit entstanden sind, so dass eine Frage nach "Zeit vor dem Urknall" sinnlos ist. Also ist der Urknall und damit "alles" doch wirklich aus dem Nichts entstanden!
      Falsch. Über den Zustand, aus dem der Urknall entstanden ist, wissen wir wenig bis nichts. Unklar ist z. Zt. auch noch, wie viel wir jemals darüber wissen werden. Natürlich ist es eine Spekulation, aber wenn wir davon ausgehen, dass der Urknall genauso wie jede andere Veränderung der Welt ein Übergang zwischen unterschiedlichen Zuständen der Materie war, dann haben wir eine Spekulation, die wegen ihrer organischen, konsistenten Struktur sehr viel mehr Richtigkeit enthalten dürfte als jede Spekulation über irgendeine Art "Schöpfung" von "allem" aus "nichts". (Siehe auch: http://www.astronews.com/news/artikel/2007/07/0707-005.shtml )

      Wie bewegt man Leute, hier zu zweifeln?


      Wer vorher schon weiß, dass er auf einen Schöpfer hinaus will, argumentiert von Anfang an entsprechend: In Verbindung mit der Natur und ihren Erscheinungsformen werden dann gern Beiworte wie "vergänglich" gebraucht, mit der augenscheinlichen Absicht, auf die Endlichkeit alles Irdischen aufmerksam zu machen, wobei sich aus der Endlichkeit ergibt, dass es auch eines Anfangs bedarf, für den letztlich ein Schöpfer nötig wäre. Ein Musterbeispiel dafür findet sich in der Kathpedia, wo es z. B. heißt: "Nun wissen wir eines mit Gewissheit, mit philosophischer, denkerischer Gewissheit: Alles, was wir an Materiellem beobachten können, war einmal nicht. Die Sonne ist entstanden, der Mond, die Erde, das Leben in all seinen Formen, bis hin zum Menschen, zu uns, zu mir. Was einmal nicht war, wird auch wieder vergehen, als Materielles. Was einmal wurde, hat seine Existenz nicht aus sich selber. Es ist in seiner Existenz labil, kann und wird wieder vergehen..."
      Nun, derBright wünscht den Lesern, dass ihnen auffällt, dass hier von der Form die Rede ist: Sonne, Mond, Menschen, während gleichzeitig unterschwellig suggeriert wird, die Substanz sei vergänglich ("Alles, was wir an Materiellem beobachten... war einmal nicht...wird auch wieder vergehen, als Materielles.") und bedürfe somit eines Schöpfers, um der Nichtexistenz enthoben zu werden. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Substanz ist das ewige, ewig veränderliche, das uns mit immer neuen, vergänglichen Formen überrascht: Partikel, Felder, Planeten, Lebewesen, Kunstwerke... eine wunderschöne, konsistente Vorstellung, ganz aus sich selber.

      Ergänzung (15.12.2008): Eine Fundgrube für Interessenten sind die Veröffentlichungen von Adolf Grünbaum, darunter der Hinweis aus seiner Bibliographie:
      "Why is there a Universe AT ALL, Rather Than Just Nothing?" In J. Shook and P. Kurtz (eds.) The Future of Naturalism. Amherst, NY: Prometheus Books. This article was first published in Free Inquiry as Part I, June/July, 2008 and Part II Aug/Sept 2008. See also [385] and [390].

      01 Mai, 2007

      Mechanismen, die den Glauben stützen

      • Erzählungen sind sehr stabile Punkte im persönlichen geistigen zu Hause. Wer erinnert sich nicht lange und plastisch an die ersten bewusst "erlebten" Geschichten mit Geistern, Drachen, Göttern, Ungeheuern.
        Wie oft müssen Eltern Ihren angstgeplagten Kindern über Jahre eindringlich versichern, dass es wirklich keine Ungeheuer gibt.
        Wenn nun dieselben Eltern denselben Kindern mit derselben Autorität unausgesetzt einreden, dass es den Gott wirklich gibt und man ihn anbeten muss: wen wundert's, dass das Spuren hinterlässt. (Dawkins bezeichnet das als "geistigen Kindesmissbrauch".)
      • Gebäude manifestieren Ideengebäude: Gebäude sind nicht wegzudiskutieren, sie stehen da, für sich selbst und für die Idee immer mit. Beeindruckende Gebäude erst recht, großartige Gewölbekonstruktionen, Türme, Malereien usw.
        Das garantiert automatisch Autorität.
      • Staatliche Gewalt: Auch wenn Gerichtsverfahren wegen Gotteslästerung nicht zur Verurteilung des Aufgeklärten führen, zeigt schon die Anstrengung und Durchführung solcher Verfahren und der Ruf nach strengerer Handhabung, dass der Bürger sich hier in vermintem Gelände befindet und daher eher die Klappe halten sollte.
      • Potentielle Reibungen mit Menschen und Organisationen: Wem ist es schon angenehm, religiös gebundener Bekanntschaft und Verwandschaft ihre peinliche Zurückgebliebenheit vorzuhalten, indem man sie – und sei es noch so vorsichtig – wissen lässt, dass man nicht zu denen gehört, die eine literarische Erfindung aus der Eisenzeit anbeten.

      07 März, 2007

      Mitglied des Kongress' will sich erklären

      Der Kongress der Vereinigten Staaten hat 535 Mitglieder. Bisher mochte keines davon riskieren, als nicht gläubig zu gelten. (Siehe auch: "Viele lügen, um gewählt zu werden".) Wie Daylight Atheism nun meldet, will in fünf Tagen, am 12. März 2007, die Secular Coalition for America den Namen eines Kongressmitglieds bekanntgeben, das sich nicht als Theist versteht.

      28 Februar, 2007

      Unterschreibt die Brüsseler Erklärung!

      "Eine säkulare Vision für Europa", das ist die Idee der Erklärung, und unterschreiben kann man sie hier.

      12 Februar, 2007

      Frankreich: ungebetene Geschenke

      Zehntausende Schulen und Universitäten in Frankreich werden mit einem "Atlas of Creation" überschwemmt, meldet FRANCE 24. Und aus dem "Atlas" erfährt man endlich auch, was Darwinisten wirklich machen: Sie sind es, die hinter der Gewalt in der Welt stecken...

      27 Januar, 2007

      Was das Tier vom Menschen unterscheidet

      Eine angenehm nüchterne Bestandsaufnahme, die die Betrachtung von Seele und Geist nicht ausspart: http://www.welt.de/data/2007/01/07/1168143.html

      03 Januar, 2007

      Gläubige ... für ziemliche Idioten

      ... hält Richard Dawkins nach dem Artikel in der taz. Wer das für sehr harsch hält, der sei daran erinnert, dass hiesige offizielle Kirchenvertreter nichtreligiöse Mitbürger auch schon mal als geistige Krüppel bezeichnen.

      09 Dezember, 2006

      Eine literarische Erfindung

      ... hat Reich-Ranitzky die Gottesvorstellung genannt, und treffender lässt es sich wohl kaum ausdrücken: http://www.welt.de/data/2006/10/12/1067630.html

      27 November, 2006

      Warum sollten wir die Wahrheit fürchten

      Der Betreiber der früher schon mal hier erwähnten englischsprachigen Seite Ebonmusings schreibt in seinem "Disclaimer" u.a. folgenden Text, zu dem derBright eine deutsche Übersetzung versucht:
      I ask only that those who read this site keep an open mind. Instead of starting out with the firm belief that my conclusions cannot possibly be correct no matter what I say, I encourage visitors to read what I have to say all the way through, fairly consider my arguments and ask themselves - honestly and fearlessly - which way the evidence really points. Most importantly, I urge visitors to follow wherever the facts lead and be willing to change their mind. The one sentiment held in common by all sides in this debate is that we have nothing to fear from the truth. Of course, if I'm wrong, then I invite all comers to prove me wrong; if you find any genuine errors of fact on my site, I strongly encourage you to write and notify me.
      ...If there is a god, I am certain he can withstand my arguments and take care of himself. On the other hand, if there is no god, then I am doing the right thing by pointing that out, am I not?
      Ich bitte nur darum, dass Leser nicht voreingenommen sind. Anstatt von der vorgefassten Meinung auszugehen, dass meine Schlüsse ohnehin nicht zutreffen könnten – gleichgültig, was ich sage – ermutige ich die Leser, einfach durchzulesen, was ich zu sagen habe, meine Argumente ehrlich zu prüfen und sich selbst zu fragen – ehrlich und ohne Angst – was offenkundig zutrifft. Mir liegt sehr daran, dass die Besucher dahin folgen, wo die Fakten hinführen und bereit sind, ihre Ansichten zu ändern. Worin alle Seiten in dieser Debatte übereinstimmen, ist ja: Warum sollten wir die Wahrheit fürchten? Deshalb lade ich – falls ich falsch liege – alle Besucher ein, mir das zu zeigen; wenn Sie in meinem Webauftritt wirklich irgendwelche unzutreffenden Fakten finden, bitte ich Sie dringend, mir zu schreiben und das mitzuteilen.
      ...Wenn es einen Gott gibt, bin ich sicher, dass er meinen Argumenten standhält und sich dagegen wehren kann. Wenn es andererseits keinen Gott gibt, dann tue ich recht daran, das auch auszusprechen, oder?

      20 November, 2006

      So gut wie bedeutungslos geworden...

      ... sind Kirche, Gottesdienst, Sakramente für die Entwicklung des Gottesglaubens junger Leute: "Insgesamt ist das Ergebnis fürs kirchliche Leben niederschmetternd...Die kirchliche Präsenz geht gegen Null! Wenn Gott - dann ohne Kirche."
      Das sind Sätze aus der Auswertung einer Aktion von "Christ in der Gegenwart".

      06 November, 2006

      Die Athpedia sucht noch Autoren

      Acht Monate nach dem Start der Kathpadia macht nun auch die Athpedia ihre ersten öffentlichen Gehversuche.

      Wikipedia: Admin entscheidet

      Was das heißen kann, erlebten jetzt die Autoren, die über den Humanistischen Pressedienst einen Eintrag schreiben wollten: Er wurde wegen "mangelnder Relevanz" gelöscht.

      31 Oktober, 2006

      Viele lügen, um gewählt zu werden

      Das vermutet Richard Dawkins in einem Interview, wo er sich zu den Mitgliedern des US-Kongresses äußert. Es ist fast unmöglich - so sagt er - dass hunderte Mitglieder, von denen eine Reihe zur intellektuellen Elite gehören, wirklich alle religiös sind. Da man als Atheist aber nicht wählbar ist, ist man zum Lügen gezwungen.

      25 Oktober, 2006

      Pressedienst der Humanisten startet

      Am 20. Oktober auf einer Pressekonferenz in Berlin: Der Humanistische Pressedienst wird der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt. Und http://www.atheistundgut.de hat auch den zugehörigen RSS-Link aufgestöbert.

      08 Oktober, 2006

      Warum heilt Gott nicht die Amputierten?

      Über diesen Webauftritt ist derBright gestolpert: http://whywontgodhealamputees.com/
      Da geht man der Frage nach, was Gebete bewirken können: Auf der einen Seite gibt es ja unzählige Berichte über Wunderheilungen nach Gebeten, die von Göttergläubigen als ganz verbindliche Beweise für Gottes Wirken erklärt werden. Auf der anderen Seite scheint Gott aus unerklärlichen Gründen die gesamte Gruppe der Amputierten von seinem Wundertun auszunehmen – auch bei noch so großer Not und noch so exzessiven Gebeten ist noch nie beobachtet worden, dass Gott amputierte Körperteile nachwachsen ließ. Wie erklärt sich diese Merkwürdigkeit? Die Autoren bieten elf verschiedene Denkmuster an, und interessant wäre die Meinung von Apologeten, welche Version sie für zutreffend ansehen.
      Nachtrag: Wenn man nach "Miguel Juan Pellicer" googelt, findet man Berichte über einen Spanier, dem 1640 ein amputierter Unterschenkel innerhalb einer Nacht komplett nachgewachsen sein soll. Heilt Gott die Amputierten doch?
      Nachtrag 2: Studie über den Effekt von Gebeten für Kranke. Wundert sich jemand?

      03 Oktober, 2006

      Warum mussten die zwei Priester sterben?

      ...als eine Kirchendecke herabstürzte, beim Erdbeben Ende 1997 ausgerechnet an Franz von Assisis Wirkungsort. Urs Willmann meint in der Morgenwelt: "Sollte sich aber dereinst beweisen lassen, daß es Gott nie, weder vor noch nach dem großen Knall, gegeben hat: Bei der Wirkung, die er trotz Inexistenz in den vergangenen Jahrtausenden erzielt hat, handelt es sich mit Sicherheit um den größten Placebo-Effekt aller Zeiten." Hier ergänzt derBright: ...und um den größten Schwindel...

      06 September, 2006

      Wofür braucht man einen starken Glauben?



      Die eine Sichtweise

      Die andere Sichtweise

      Die materielle Welt existiert seit je gemäß ihren physikalischen Eigenarten in beständigem Wandel, hat wohl vor gut 13 Mrd. Jahren eine Inflationsphase durchgemacht und sich danach so entwickelt, wie wir sie heute vorfinden.In der ganzen Welt gibt es nichts, buchstäblich nichts materielles, und das über unendlich lange, also für Ewigkeiten von Ewigkeiten, und in diesem Nichts, in dieser unendlichen Leere existiert seit je ein einzelner immaterieller vollkommener persönlicher Geist, allmächtig und allwissend. Und dieser ewige immaterielle persönliche Geist hat sich nach unendlich vielen Ewigkeiten in unendlicher Vollkommenheit vor 6000 Jahren durchgerungen, dass ihm zur gänzlichen Vollkommenheit noch fehlt, aus dem materiellen Nichts den Menschen zu erschaffen. (Über die 6000 Jahre braucht man sich auch nicht zu streiten, es können auch 14 Mrd. sein, angesichts der unendlich vielen Ewigkeiten fällt der Unterschied praktisch nicht ins Gewicht.) Dazu fällt dem Allwissenden Allmächtigen kein einfacherer Weg ein, als erst mal 50 Mrd. Galaxien zu erschaffen. In seiner allgütigen unendlichen Gerechtigkeit lässt er 49999999999 der Galaxien beiseite, pickt sich eine heraus, die er "Milchstraße" nennt und unter den 300 Mrd. Sternen in der Milchstraße pickt er sich einen heraus, den er "Sonne" nennt und setzt auf dessen dritten Planeten den Menschen als sein Ebenbild, schuldig geboren, dazu einen Himmel mit Engeln, die ihn pausenlos lobpreisen uswusf.

      Wer das für übertrieben hält, lässt sich bitte bei Kathpedia belehren, da steht z.B.: "An Gott zu glauben und nicht zu glauben, dass er Schöpfer ist, hieße...'überhaupt nicht zu glauben, dass Gott ist'. Gott und Schöpfer ist untrennbar. Das ist die Grundlage aller weiteren Glaubensüberzeugungen..."

      13 August, 2006

      Brauchte Ordnung wirklich einen Schöpfer?

      Seit dem 7. März 2006 schreibt eine Gruppe intelligenter Menschen auf den Internetseiten http://www.kathpedia.com/ Artikel über ihre Religion. Dabei auch über "Beweise für die Existenz Gottes", was vermuten lässt, dass dieses Thema für die Autoren einige Bedeutung hat. Aber was steht da geschrieben?: "Jede Ordnung beweist das Vorhandensein einer Intelligenz". Muss das stimmen? Wenn Dinge Eigenschaften wie Masse, Ausdehnung, Temperatur usw. haben, werden vergleichbare Begegnungen von Dingen zu vergleichbaren Ergebnissen führen. Das ist schon der Anfang einer Ordnung. So einfach. Ohne Anwesenheit oder gar Notwendigkeit von Intelligenz: Protonen und Elektronen, die sich unter geeigneten Bedingungen begegnen, ordnen sich zu Wasserstoffatomen, Wasserstoffwolken "ordnen" sich zu Sternen, setzen thermonukleare Prozesse in Gang, bei Sternexplosionen "ordnen" sich Protonen, Neutronen und Elektronen zu Elementen höherer Ordnungszahlen, aus den Explosionsresten "ordnen" sich Planetensysteme. Wasserstoffatome und Sauerstoffatome, die sich unter geeigneten Bedingungen begegnen, "ordnen" sich zu Wassermolekülen, Wassermengen auf den Planeten "ordnen" sich zu Ozeanen uswusf. Wann setzt sich eine "Ordnung" gegenüber der "Unordnung" durch? Wohl dann, wenn der geordnete Zustand stabiler ist als der ungeordnete. Dann kann die Zahl der geordneten Fälle gegenüber der der ungeordneten zunehmen. Die Wissenschaft möchte nun gern herausfinden, wie sich – als eine Vorstufe des Lebens – erste organische Verbindungen gebildet haben könnten, die über die Fähigkeit zur Herstellung von Selbstkopien verfügen. Das ist eine der vielen ungeklärten wissenschaftlichen Fragen. Und Wissenschaft lebt von solchen ungeklärten Fragen, während Religion Wissenslücken anscheinend gelegentlich benutzt, um dort eine Art "Lückenbüßergott" zu installieren, der sich da so lange hält, bis die jeweilige Frage geklärt ist. ("Dem Ansehen Gottes hat dieses Verfahren bisher immer geschadet.") Auch Vatikanische Autoritäten sehen die Vermengung von religiösen und wissenschaftlichen Argumenten als unzulässig an. Z.B. sagt George Coyne: "Die Wissenschaft ist gegenüber religiösen, philosophischen und theologischen Schlussfolgerungen absolut neutral."
      Im Text des Kathpedia-Artikels heißt es weiter: "Ein Beispiel: die Luft besteht aus einem Teil Sauerstoff und vier Teilen Stickstoff. Eine anders zusammengesetzte Mischung wäre für die Existenz der Lebewesen gefährlich." Der unbedarfte Leser soll daraus wohl schließen, dass die Verhältnisse göttlicherseits mit Vorbedacht so eingerichtet worden seien. Das wäre einfach eine Verwechslung von Ursache und Wirkung. Die Atmosphäre hat eben nicht diese Zusammensetzung, weil sie so gebraucht würde, sondern das Leben hat sich in der aktuell vorliegenden Art entwickelt, weil es sich an diese Verhältnisse angepasst hat. Gesicherter Wissensstand ist, dass das Leben außerordentlich flexibel ist und sich im Laufe von Milliarden Jahren bisher immer an die Verhältnisse anpassen konnte, die sich durch langsame Änderungen ergeben haben. Und so gibt es heute Leben eben nicht nur in der genannten atmosphärischen Zusammensetzung, sondern auch im Marianengraben und in Schwefelgeysiren. Die Wissenschaft schließt nicht mal aus, dass organisches Material in geeigneter Verpackung auch über kosmische Entfernungen transportiert werden könnte.
      Fazit: Der Artikel ist einfach nur falsch. Interessant ist nun die Frage, ob die Kathpedia-Autoren es nicht besser wissen, oder ob es ihnen trotz besseren Wissens gar nicht so unrecht ist, wenn Falsches unter die Leute gebracht wird.

      20 Juli, 2006

      So schnell ist ein ganzes Jahr vergangen

      Heute vor einem Jahr gab es hier den ersten Eintrag, und derBright macht weiter.

      18 Juli, 2006

      Diskutieren fördert das Verständnis

      Erfreulicherweise finden sich immer wieder mal Vertreter unterschiedlicher Weltanschauungen zusammen, um zu versuchen, dem Anderen gegenüber die eigene Sichtweise verständlich zu machen: http://forums.catholic.com/showthread.php?t=91041

      25 Juni, 2006

      Ganz authentisch über Atheisten

      Aus New York kommt eine sehr lesenswerte Website: http://www.ebonmusings.org/atheism/
      Erfrischend und unaufgeregt wird hier viel Kluges zusammengetragen, das mit gängigen Klischees über Atheisten aufräumt. Darunter auch Informationen für Missionare, wie man Atheisten nicht bekehren kann.

      21 Juni, 2006

      Mit der Kirche auseinandersetzen

      ... war eine Sache, von der Kurt Tucholsky gesagt hat, dass er das nicht gern mag, und er fährt dann fort: "... es hat ja keinen Sinn, mit einer Anschauungsweise zu diskutieren, die sich strafrechtlich hat schützen lassen. Mit so unhonorigen Gegnern trete ich nicht gern an." Hätte er sich träumen lassen, dass es 75 Jahre später zu einer Neuauflage von Verschärfungsbemühungen kommen würde?

      02 Juni, 2006

      Mit "Blick in Gottes letzten Schlupfwinkel"

      überschreibt SPIEGEL ONLINE einen Beitrag am 29. Mai, in dem es darum geht, den Urknall als Vorgang zwischen verschiedenen Zuständen des Universums zu beschreiben. Da der Beitrag sicherlich bald nur gegen Geld zu lesen sein wird, hier ein Link zur Information über die gleiche Meldung auf Astronews.

      02 Mai, 2006

      Die Mission im "Bündnis für Erziehung"

      – ein Schelm, der Arges dabei denkt: http://www.zeit.de/politik/dlf/2006/interview_060421

      21 April, 2006

      Ist der Glaube nicht ein sich'rer Hafen?

      George V. Coyne, Astronom im Vatikan, sagt in einem Interview der ZEIT: "Der Glaube ist kein sicherer Hafen, er ist eine Herausforderung". Der Text zeigt, dass es tröstlicherweise auch religiöse Menschen gibt, die zwischen Glaube und Wissenschaft sauber trennen können.

      27 Februar, 2006

      Über Gott: verdammt nah an der Wahrheit

      Die Geschichte ist wahrscheinlich nicht dazu ausgedacht worden, die Wahrheit zu erzählen, dass Gott pure Einbildung Einzelner ist, die mit der Realität nichts zu tun hat: http://www.geocities.com/Yosemite/2021/spirit_stories/seegod.html

      21 Januar, 2006

      Brian Greene ist eine Offenbarung

      Richtiger: Sein Buch ist es; und zwar hat es den Titel: "Der Stoff, aus dem der Kosmos ist". Hier schreibt ein Physiker engagiert und ausführlich über mögliche Sichtweisen auf die kosmische Entwicklung. Es ist ein schönes Buch, aus dem derBright viel wirklich neues erfahren hat. Und es öffnet sehr gelassen die Sicht auf verschiedene Möglichkeiten, dass Raum und Zeit, wie wir sie wahrnehmen, gar nicht so elementar sein müssen, sondern ihrerseits Ergebnisse feinerer physikalischer Verhältnisse sind. Für ein "Nichts", aus dem etwas hätte geschaffen werden müssen, wie Herr Craig meint, spricht keinerlei Hinweis, dagegen aber alles. Wirklich: Es ist ist ein schönes, ein modernes Buch.
      Sollten religiöse Leser es merkwürdig finden, dass derBright Begriffe wie "Offenbarung" benutzt, macht nichts: Es ist ein schönes Wort.

      30 Dezember, 2005

      Darwin hat im SPIEGEL ein paar Seiten

      Im Heft 52 heißt die lesenswerte Titelgeschichte "Gott gegen Darwin" und befasst sich u.a. mit Leuten in den USA, die "mit missionarischem Eifer... nun auch einen globalen Feldzug gegen Darwin" vorbereiten und dazu das Discovery Institute in Seattle als Denkfabrik dieser Bewegung einsetzen. Nach Institutspräsident Bruce Chapman wächst die "Intelligent-Design-Bewegung ... in vielen Orten", und im Oktober kamen 700 Anhänger zu einer vom Institut gesponserten Konferenz "Darwin und Design" in Prag. Es hat eine ganz eigene Faszination, mitzuerleben, wie Leute mit Energie vorsätzlich organisierte Verdummung betreiben und dabei immer dankbare Opfer finden (die dann ihrerseits gutgläubig weitermissionieren).

      23 Dezember, 2005

      Von drei Deutschen glauben zwei an Engel

      Am 20. Dezember meldet die "Welt": "...66% sind überzeugt, daß es Schutzengel gibt...". Da steht derBright und staunt.

      06 Dezember, 2005

      Randi, James: Why I Deny Religion

      Der Text spricht für sich selbst.

      30 November, 2005

      Was kann künftig allen Leuten nützen?

      Der kosmologische Zufall hat uns unsere Rolle zugespielt, diese großartige, wunderschöne Erde zu bewohnen – was machen wir daraus?
      Das Dümmste, was die Menschheit tun kann – und leider tut sie das tatsächlich – ist, sich in Religionskriegen für nichtexistierende Götter zu zerfleischen.
      Da niemand wissen kann, wie lange der kosmologische Zufall die Existenz des Menschen weiter ermöglicht – ob also vielleicht weitere Millionen Jahre oder auch weniger – sollten wir uns gänzlich andere Ziele setzen; einige Sachen könnten Vorrang haben:
      a) Überlebenssicherung gegen irdische Unwirtlichkeiten
      b) Gewalt ächten
      c) Ächten kurzfristiger Gewinnmaximierung auf Kosten der Umwelt
      d) Erfinden und Praktizieren selbsttragender verteilter, umweltverträglicher ökonomischer Strukturen, die die menschliche Population möglichst robust machen, anstatt sie zu gefährden
      e) Viel längerfristiges Denken (z.B. nach Art der Long Now Foundation; Blog) und Hinterlassen von Spuren der menschlichen Existenz

      26 November, 2005

      Wäre Jesus nicht am Kreuz gestorben

      Die Bayern fragen ganz frech, wie es in ihren Klassenzimmern aussähe, wenn Jesus am Galgen gestorben wäre:



      Carl Sagan und Wissenschaft für alle

      Die erwähnte "Theorie des Humbugs" gibt es eigentlich schon, verfasst vom US-Amerikaner Carl Sagan. (Warum liegen seine Bücher nicht in den Buchhandlungen?!) Im Band "Der Drache in meiner Garage" heißt es u.a.:

      Die Verdummung Amerikas ist am deutlichsten im langsamen Verfall von substantiellen Inhalten in den ungeheuer einflussreichen Medien – mit ihren 30-Sekunden-Tonhäppchen (inzwischen sind es nur noch zehn Sekunden oder weniger), ihren Programmen auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner, leichtgläubigen Präsentationen von Pseudowissenschaft und Aberglaube, aber insbesondere mit ihrem Zelebrieren der Dummheit. Die schlichte Lektion, die daraus gezogen wird, heißt, daß Lernen und Studieren – nicht nur im Hinblick auf die Wissenschaft, sondern in jeder Hinsicht – zu vermeiden, ja unerwünscht sind.
      Wir haben eine globale Kultur geschaffen, in der ganz wichtige Elemente – Verkehr, Kommunikation und sämtliche Industriezweige, Landwirtschaft, Medizin, Bildung, Unterhaltung, Umweltschutz und sogar die entscheidende demokratische Institution, das Wählen – zutiefst abhängig sind von Wissenschaft und Technik. Wir haben aber auch dafür gesorgt, daß fast niemand mehr Wissenschaft und Technik versteht. Dieses Rezept führt zur Katastrophe. Vielleicht kommen wir damit noch eine Zeitlang durch, aber früher oder später wird dieses explosive Gemisch aus Dummheit und Macht vor unseren Augen in die Luft gehen.

      Dass hier von der "Verdummung Amerikas" die Rede ist, sollte keine falsche Vorstellung aufkommen lassen, Carl Sagan selbst und viele viele andere sind Beispiele für außerordentlich kluge US-Amerikaner. Und die gefühlte Verdummung hierzulande kann locker mithalten, wenn man auf die einschlägigen Webseiten religiöser Eiferer schaut und bedenkt, wie stark die politischen Kräfte sind, die einen Gottesbezug in die europäische Verfassung bringen wollen.

      16 November, 2005

      Aufklärung hat heute schlechte Karten

      Wie das ZDF meldet, sind die Kreationisten nicht nur in den USA auf dem Vormarsch, sondern auch in Deutschland. Um so mehr bewundert derBright die Aufklärer, die es damals erreicht haben, sich in noch dunklerer Zeit Gehör zu verschaffen. Heute erleben wir die Umkehrung: Die Verklärung nimmt zu. Wahrscheinlich hat Hobe recht, wir brauchen eine Theorie des Humbugs.

      01 September, 2005

      Religiöser Fundamentalismus

      Schleichender Fundamentalismus der Religionen: http://www.nzz.ch/2005/08/28/il/articleD39BI.html

      28 August, 2005

      Bühne frei für ein Spaghetti-Monster

      Eigentlich sollte hier der Link aus dem Spiegel vom 23.8.05 stehen, aber da die Artikel dort bald nur noch gegen Geld zu sehen sind, hier den noch früheren aus der Welt. Nun ist derBright im Zwiespalt: natürlich hängt er ja keiner Religion an, aber wenn sie so schön ist, hat sie jedenfalls einen Link zum Religionsgründer verdient.

      27 August, 2005

      Volker Dittmar: Religion & Glauben

      In den Webseiten von Volker Dittmar kann derBright stunden- und tagelang stöbern. Verweise auf andere Seiten in Hülle und Fülle; auch die Seite über Unglaubenszweifel spricht Dinge an, die derBright so kennt.

      17 August, 2005

      Kardinal erklärt Menschen zu Krüppeln

      Wie Telepolis und andere melden, soll ein Kardinal kürzlich in einem Interview mitgeteilt haben: "Menschen, die nicht in einem religiös geprägten Haus aufgewachsen sind, sind geistige Krüppel."
      Nun hofft derBright für den Schelm, dass der jetzt sehr tapfer ist, denn möglicherweise gibt es ja für Leistungen diesen Kalibers Einzelhimmel nicht unter einer Ewigkeit. Mit einer Besuchserlaubnis soll es da übrigens auch ganz schlecht aussehen, und man hört immer nur die Klopfzeichen des geistigen Krüppels aus dem Nachbarhimmel. Gott kann viel gemeiner sein, als so ein sauberes Kardinalshirn sich das vorher ausrechnet.

      Kleine Sammlung säkularer Weblinks

      13 August, 2005

      Nicht das Wahre: Kreationismus

      Kreationismus ist die bequeme Antwort, wenn die eigene Vorstellungskraft für die Realität nicht ausreicht.

      10 August, 2005

      Katholiken und Obliegenheiten

      Katholisches Notizbuch: Obliegenheiten
      Muss man da noch fragen, was Religion heute bedeutet?
      • Gehorsam ...
      • Missionspflicht ...
      derBright schüttelt den Kopf.

      08 August, 2005

      Wettbewerb, um jemand zu bekehren

      Aus 2004 gibt es diesen Blog: http://unchainedmelanie.blogspot.com/, in dem sich eine Frau sehr ernsthaft und ausführlich mit der Frage auseinandergesetzt hat, wie gewichtig man religiöse Meinungen und Praktiken nehmen kann, wenn nur mal sachliche Maßstäbe angelegt werden. Wie in den Postings angekündigt, hatte sie 2005 einen sehr interessanten Blog "convert the atheist contest" betrieben und nach der vorgesehenen einjährigen Betriebsdauer wieder eingestellt. Schade. Und wenn es Wayback nicht gäbe, dann wäre die Geschichte gänzlich aus dem Internet verschwunden. So aber kann man sich noch eine der letzten Versionen anschauen.

      25 Juli, 2005

      Haben Götter den Beweis so nötig?

      Nach dem Schreiben des Textes hier hat derBright diese Seiten gefunden, die das alles ausführlich und systematisch behandeln.

      Kürzlich über einen Text eines Herrn Craig gestolpert. Was treibt Leute dazu, die Existenz von Göttern beweisen zu wollen? Warum halten sie das für nötig? Und wieso merken sie nicht, wie künstlich ihre Argumente sind?
      Die Idee der Existenz eines Osterhasen erkennt derBright als so abseitig, dass er keinen Sinn darin sieht, extra nach Beweisen für die Nichtexistenz von Osterhasen zu suchen.
      Und so wie Puzzels ihren Reiz haben, hat es auch seinen Reiz, wie Herr Craig sich seinen "Beweis" für "Gott" zusammenpuzzelt.
      Erst mal erklärt Herr Craig zur tiefgründigsten Frage der Philosophie: "warum existiert irgend etwas, und nicht vielmehr nichts?" Na gut, irgenwo muss er anfangen, und es scheint ihn nicht zu stören, dass eine Antwort auf diese Frage vielleicht erst von späteren Generationen gefunden wird. (Schon hier kann sich derBright des Verdachts nicht erwehren, dass die Frage schließlich auf die erlösende, einfache Antwort zusteuern soll: "Weil es von Gott geschaffen wurde.") Zu kurzschlüssig will es Herr Craig aber auch nicht machen, also teilt er als Zwischenstufe erst mal mit, "Die Erfahrung lehrt uns folgendes: 1. Jedes Ding, das existiert, verfügt über eine Erklärung seiner Existenz: entweder seine eigene Natur, oder eine externe Ursache."
      Diese Unterscheidung kommt dem Bright künstlich vor. Für ihn existiert die Welt als Einheit aller ihrer Bestandteile in ständiger Bewegung, wobei sich Bestandteile zu neuen Qualitäten fügen können (ganz egal, ob man das "Emergenz" nennt, "Umschlag von Quantität in Qualität" oder wie auch immer), das Auftreten neuer Erscheinungen braucht so eben keine externe Ursache, und zwar ebenso wenig, wie das Verdampfen von heißem Wasser oder das Gefrieren von kaltem Wasser.
      Aber Herr Craig braucht sie eben, und so sagt er: "Nun, folgendes scheint plausibel: 3. Wenn es für die Existenz des Universums eine Erklärung gibt, so ist diese Erklärung eine äußere, transzendente, persönliche Ursache."
      Wieso es Herrn Craig plausibel scheint, dass es hier eine "persönliche Ursache" gibt, weiß allein der Himmel, und witzig ist auch, wie unvermittelt aus dem hier gesagten "scheint plausibel" weiter unten plötzlich ein "muss" wird.
      Für Herrn Craig ist die Sache also schon gelaufen, er erklärt das Weltall zu den Dingen, die für ihre Existenz die von ihm postulierte "externe Ursache" brauchen: "Die Erklärung für das Universums ist eine äußere, transzendente, persönliche Ursache. Und das wiederum ist genau das, was man unter 'Gott' versteht."
      Irgendwie merkt Herr Craig aber, dass seine Einordnung des Weltalls unter die Dinge, die eine externe Ursache brauchen, ohne jede Notwendigkeit ist, denn er stellt fest, dass es ebensogut sein kann, dass das Weltall zu den Dingen gehört, die ohne extra äußere Ursache existieren. Diesen "Fluchtweg", wie er es nennt, meint er nun durch die Konstruktion verbauen zu können, dass "alles, was ohne äußere Ursache existiert, ewig existieren muss", und da das Weltall vor dem Urknall nicht existiert habe, komme nun doch wieder nur der genannte Schöpfer in Frage. Dass auch der Urknall nichts anderes war als Umwandlung und Bewegung, das kann Herr Craig als Erwägung hier gar nicht brauchen, und um diese Möglichkeit gleich abzuschneiden, zitiert er Physiker wie Hawking mit der Bemerkung, dass Raum und Zeit mit dem Urknall begonnen haben. Natürlich weiß derBright, dass dem Zustand, aus dem Zeit und Raum entstanden sind, aus unserer heutigen Sicht nicht die Bezeichung "Raum" und "Zeit" zukommt, und dass es Physiker gibt, die diese Abwesenheit von Raum und Zeit "nichts" nennen. Nichts spricht dagegen, dass der Urknall ein Übergang zwischen verschiedenen Zuständen war, auch wenn die Physiker über den vorangehenden Zustand noch nicht mehr wissen, als dass da anscheinend alle Vorgänger von Materie auf einen Punkt konzentriert waren. Ob dieser Zustand später mal "Energiesuppe" oder sonstwie anders genannt wird, ist jetzt noch nicht abzusehen.
      Herr Craig setzt jedenfalls so fort: "Daher können wir aus: 1. Alles, was entsteht, hat eine Ursache. und 2. Das Universum ist entstanden. logisch den folgenden Schluss ziehen, dass
      3. Deshalb hat das Universum eine Ursache. Als Ursache von Raum und Zeit muss nun dieses Wesen zeitlos, raumlos, körperlos, und von unvorstellbarer Macht sein. Darüber hinaus muss es auch eine Person sein; es muß ein Jemand sein."
      Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen.

      Warum lassen Leute sich belügen?

      Gelegentlich wundert derBright sich darüber, dass Leute sich an einem offenkundig nicht naturwissenschaftlichen Weltbild orientieren. Gleichzeitig lässt ihn seine Neugier Vermutungen über die Ursachen anstellen. Das Ergebnis von Beobachtungen kann man etwas sortieren:
      • Angesichts des wundervollen Aufbaus und Zusammenspiels der irdischen Natur fällt es Leuten schwer, sich eine blinde Entwicklung dessen vorzustellen. So meinen sie, sich unbedingt einen "intelligenten Designer" dafür vorstellen zu müssen. Witzig daran ist, dass der "intelligente Designer" noch viel schwerer vorstellbar ist als die natürliche Entwicklung, und dass das nun wieder nicht zu stören scheint. Die eigentlichen Ursachen des Götterglaubens dieser Leute liegen also tiefer als ihre eigene Argumentation ausdrückt.
      • Ähnliches mag beim Betrachten größerer Maßstäbe eine Rolle spielen: Woher kommt unser Universum, kann es wirklich sein, dass es keinen Anfang hat, muss es nicht "gemacht" worden sein? Mancher wird das Vorstellungsvermögen nicht aufbringen, dass das alles ohne Götter möglich ist und hängt dann der (schlicht noch unwahrscheinlicheren) Idee nach, es gäbe eine schöpfende geistige Person im vorherigen Nichts.
      • Manche Leute lassen sich augenscheinlich vom reinen Massenphänomen der Religion erdrücken: "Wenn es so viele überaus kluge Leute, auch ganze Staaten gibt, die über so lange Zeit sicher sind, dass Götter wirken, dann kann (und darf!) das einfach nicht falsch sein. Die sind ja alle so viel klüger als ich, und warum sollten die sich alle selbst belügen." Die Kirche ist über das Wirken dieses Phänomens wohl nicht unglücklich. Rein menschlich gesehen ist es natürlich traurig, wie hier die Massen mit Autorität betrogen werden.
      • Daneben gibt es Leute, die nicht unbedingt auf die Existenz von Göttern schwören würden, denen daneben klar ist, dass es sich sowieso um eine unentscheidbare Frage handelt, die es aber rational aus moralisch-praktischen Erwägungen für nützlich ansehen, an der Religion festzuhalten, weil sie meinen, dass nur die eine Grundlage für ethisches Handeln bietet. Diesen Leuten ist nicht klar, dass die Ethik eine viel breitere Basis als nur die Religionen hat. Sie denken, derBright sei ethisch weniger qualifiziert und ignorieren, dass im Namen von Religionen schlimmste Greuel praktiziert wurden und werden, ohne dass hier die angeblich bessere Ethik greift.
      • Ähnlich wird man die einordnen können, die bei gleichen Voraussetzungen einfach die religiöse Geselligkeit nicht missen mögen, ohne sich dabei besonders viel grundsätzliche Gedanken über Grundlagen für ethisches Handeln zu machen. Dazu gehören die Leute, die es stark finden, einer internationalen Gemeinschaft anzugehören, die weltweit ein markantes Zusammengehörigkeitsgefühl prägt und praktiziert, und die ihre eventuellen eigenen Götterzweifel diesem Gemeinschaftsgefühl unterordnen.
      • Weiter gibt es Leute, die "echte" subjektive "Gotteserfahrungen" hatten, die so real wirkten, dass die ihnen alle künftigen Zweifel nehmen. Diese Leute sind subjektiv völlig ehrlich, sie nehmen aber nicht wahr, dass das individuelle Gehirn (z.B. in Extremzuständen) jede beliebige Erfahrung vermitteln kann, ohne dass irgendeine Art von Realität dahinter steht.
      • Eine weitere Gruppe sind diejenigen, denen schon mit der Muttermilch Religiosität eingeimpft wurde, weil sie von Geburt an in solche Gemeinschaft streng eingebunden waren. Wenn solche Leute anfangen, kritisch zu denken, wird ihnen ein Abweichen von der vermittelten Religiosität wahrscheinlich lebenslang wie etwas Verbotenes vorkommen.
      • Außerdem gibt es wohl Leute, die die Göttervorstellung schlicht dafür brauchen, um sich auf der Welt und im Weltall nicht allein zu fühlen. Sie hätten ohne Gott einfach Angst. Die Konstruktion sieht offenbar so aus, dass sie sich aus ihrer Vorgeschichte an das Existenzpostulat von Göttern gewöhnt haben und deren Abwesenheit als die Wegnahme von etwas vorhandenem empfänden. Sie können sich nicht von der Vorstellung lösen, dass derBright sich sehr einsam und verloren fühlen muss, weil er die Geborgenheit in Gott nicht hat noch kennt. Ihnen wird kaum die definitive Einsicht zu vermitteln sein, dass derBright sehr fröhlich darüber ist, dass es die Menschheit bis zu diesem Punkt geschafft hat und dass es für ihn schlicht die perfekte Geborgenheit ist, zu dieser Welt und zu dieser Menschheit zu gehören.
      Jede beliebige Mischform gibt es natürlich auch; derBright würde sich freuen, wenn die Liste ergänzt würde. Sicherlich gibt es Gläubige, die ihre persönliche Motivation anders beschreiben möchten, als sie es hier oben vorfinden.

      Geister gibt es wirklich nur im Märchen

      So sicher, wie der Papst weiß, dass es einen Gott gibt, so sicher weiß derBright, dass es im gesamten Weltall natürlich zugeht, ohne Zutun von Geistern wie Göttern, Engeln, Teufeln, Osterhasen und dergleichen.
      Verantwortung könnte man bequem auf die genannten Figuren abwälzen, wenn es die nicht nur in der Vorstellung von Gläubigen gäbe.

      Wochen nachdem derBright das geschrieben hat, findet er auf der BrightSite das: "We brights don't believe in ghosts or elves or the Easter Bunny — or God."

      20 Juli, 2005

      Auch derBright bedient sich eines WebLogs

      Nimmt seinen Lauf wie alle Natur.